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Anforderung an einen versicherten Leitungswasserschaden

"Versichert sind nur solche Schäden, die adäquate Folge des ausgetretenen Wassers sind. Nicht ausreichend für die Annahme eines Versicherungsfalls ist es, wenn der Schaden nur adäquate Folge des Austritts ist [...]. Der Versicherungsfall des Leitungswasserschadens liegt nach den hier vereinbarten Bedingungen vor, wenn das versicherte Gebäude durch Wasser, das bestimmungswidrig aus mit den Zu- oder Ableitungsrohren der Wasserversorgung verbundenen Einrichtungen oder aus deren wasserführenden Teilen ausgetreten ist, beschädigt wird. Die Leuchten wurden jedoch nicht durch das auslaufende Wasser, und nur ein solcher Schaden ist von der Leitungswasserversicherung zu begleichen, sondern durch eine Trockenlegung beschädigt, die eventuell durch das aus dem Schwimmbad auslaufende Wasser bedingt ist. Hierbei handelt es sich nicht um die adäquate Folge des ausgetretenen Wassers. Auch die Filteranlage war nicht durch austretendes Wasser beschädigt worden, sondern die Beschädigung der Filteranlage führte zum Austreten von Wasser."

Aus den Entscheidungsgründen des LG Tübingen, VersR 2015, 839

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