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BGH zum Direktanspruch gegen den Versicherer bei Kfz – Unfall im Ausland

Sieht entweder das für den Versicherungsvertrag oder das für die unerlaubte Handlung anzuwendende Recht einen Direktanspruch gegen den Versicherer des Schädigers vor, kommt die für den Geschädigten günstigere Alternative zur Anwendung. Der Geschädigte muss sich nicht ausdrücklich darauf berufen.  Das gilt auch für die anzuwendende Rechtsordnung einschl. Fragen der Verjährung selbst. Luckey weist in der Anmerkung zur Entscheidung darauf hin, dass das vom BGH aus Art. 40 IV  EGBGB abgeleitete Ergebnis jedenfalls für die Kfz Unfälle mittlerweile bereits aus Art. 18 Rom II – VO folgt, den der BGH aber noch nicht anwenden konnte, da das schadenbegründende Ereignis vor dem 11.1.2009 lag.

BGH , Urteil vom 1.3.2016 – VI ZR 437/14 , NJW 2016 S. 1648 f. mit Anm. Luckey  S.

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