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Einbruch mit Vandalismus oder vorgetäuschter Versicherungsfall?

Mit Urteil vom 25.01.2017, Az.: 20 U 16/15, hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden, dass der Versicherer den aus einem vermeintlichen Einbruch mit Vandalismus an einer Autowaschstraße entstandenen Sachschaden nicht ersetzten muss, wenn er Tatsachen beweisen kann, nach denen der Versicherungsfall mit erheblicher Wahrscheinlichkeit vorgetäuscht wurde.

Das Oberlandesgericht geht dabei davon aus, dass dem Versicherungsnehmer für den Nachweis eines Einbruchs in der Sachversicherung grundsätzlich Beweiserleichterungen zustünden, weil es um einen typischerweise unbeobachteten Vorgang gehe. Daher genüge es regelmäßig, wenn er Tatsachen wie z.B. typische Einbruchspuren beweise, die das äußere Bild eines Einbruchs ausmachten. Werde der Gegenbeweis durch den Versicherer geführt, aus dem sich die erhebliche Wahrscheinlichkeit dafür ergebe, dass der Versicherungsfall vorgetäuscht sei, könne ein Versicherungsnehmer einen streitigen Einbruch nicht mehr anhand seines äußeren Bildes nachweisen.

Quelle: Pressemitteilung des Oberlandesgerichts Hamm vom 25.01.2017

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