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EuGH zur Berechnung der Entschädigung nach der Fluggastrechteverordnung

Bei der Bestimmung der Höhe des Ausgleichs im Fall eines verspäteten oder annullierten Flugs mit Anschlussflug ist lediglich die Luftlinienentfernung zu berücksichtigen, die ein Direktflug zwischen dem Start- und dem Zielflughafen zurücklegen würde. Eine Unterscheidung, ob der betroffene Fluggast sein Endziel mittels eines Direktflugs oder eines Fluges mit Anschlussflug erreiche, erfolgt im Rahmen der Verordnung nicht. Der Umstand, dass die tatsächlich zurückgelegte Flugstrecke wegen eines Anschlussflugs die Entfernung zwischen Start-und Zielflughafen übersteigt, hat daher keine Auswirkungen auf die Berechnung des Ausgleichs. Fluggäste sind in beiden Fällen bei der Berechnung der Höhe des Ausgleichs gleich zu behandeln.

Urteil des EuGH vom 07.09.2017, Az.: C559/16

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