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200.000 Euro Schmerzensgeld für den Verlust beider Nieren

Nach Auffassung des OLG Hamm haftet eine Hausärztin für Befunderhebungsfehler und daraus resultierende komplikationsträchtige, lange Krankheitsverläufe, sofern sie nicht genug unternommen hat, um die Ursachen der Beschwerden abzuklären sowie den Patienten von der hohen Dringlichkeit der weiteren Abklärung der Symptome zu überzeugen. Eine bloße Überweisung zu einem Facharzt ohne zwischenzeitliche eigenständige Diagnostik ist nicht ausreichend. Bei einer Unterlassung solcher elementar gebotenen diagnostischen Maßnahmen liegt ein grober Behandlungsfehler vor, was zu einer Beweislastumkehr zulasten der Ärztin führt.

Urteil des OLG Hamm vom 03.07.2015, Az.: 26 U 104/14

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