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Begrenzter Schadenersatz für mangelhafte Immobilien

Der Bundesgerichtshof hat in seiner Entscheidung vom 04.04.2014 (Az. V ZR 275/12) verdeutlicht, dass der Schadenersatzanspruch eines Grundstückskäufers gegenüber dem Verkäufer auf den Ersatz des mangelbedingten Minderwerts des Grundstücks beschränkt ist. Zwar kann der Käufer eines mangelhaften Grundstücks vom Verkäufer Ersatz der zur Mangelbeseitigung erforderlichen Kosten verlangen. Sind die zur Mängelbeseitigung erforderlichen Kosten jedoch unverhältnismäßig, ist der Schadensersatzanspruch auf den mangelbedingten Minderwert der Kaufsache zu beschränken. Bei Grundstückskaufverträgen können Anhaltspunkte für unverhältnismäßige Mängelbeseitigungskosten bestehen, wenn die Kosten entweder den Verkehrswert des Grundstücks in mangelfreiem Zustand oder 200% des mangelbedingten Minderwerts übersteigen. Die Angelegenheit wird durch Zurückverweisung des BGH an das Kammergericht nun neu verhandelt und entschieden.

BGH Entscheidung vom 04.04.2014, Az. V ZR 275/12
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