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Vorlage eines Erbscheins zum Nachweis der Erbfolge nicht zwingend erforderlich

In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass ein eröffnetes notarielles Testament idR zum Nachweis der Erbfolge ausreichend ist . Der BGH hat nun entschieden, dass auch ein eröffnetes privatschriftliches Testament ausreicht, wenn dieses die Erbfolge mit der im Rechtsverkehr erforderlichen Eindeutigkeit nachweist. Besteht eine Bank trotzdem auf einen Erbschein, kann sie sich schadensersatzpflichtig machen, sofern nicht besondere Umstände z.B. vertragliche Vereinbarung bei Kontoeröffnung oder Anhaltspunkte für Zweifel an der Gültigkeit, vorliegen.

BGH, Urteil vom 05.04.2016, Az. XI ZR 440/15, NJW 2016, S. 2409

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